Wer ist die Sängerin von Silbermond? Stefanie Kloß im Porträt

Wer ist die Sängerin von Silbermond? Stefanie Kloß im Porträt

Das Wesentliche 🎤

  • Die Sängerin von Silbermond heißt Stefanie Kloß, geboren am 31. Oktober 1984 in Bautzen — sie ist seit der Bandgründung 2002 die Frontfrau der Gruppe.
  • Mit ihren Bandkollegen kennt sie sich seit einem Jugendchorprojekt in der Oberlausitz.
  • Ihre bekannteste Single ist bis heute „Das Beste“, zweifach mit Platin ausgezeichnet.
  • Neben Silbermond war sie mehrfach Coach bei The Voice of Germany und The Voice Kids.
  • Privat lebt sie mit Bandkollege Thomas Stolle zusammen und wurde im Mai 2026 zum zweiten Mal Mutter.

Wenn Sie sich fragen, wer die Sängerin von Silbermond ist, landen Sie unweigerlich bei Stefanie Kloß. Seit die Band 2002 in dieser Besetzung entstand, ist sie die unverwechselbare Stimme und Frontfrau der Gruppe aus Bautzen. Ihr Weg von der ostsächsischen Kleinstadt bis auf die großen deutschen Bühnen ist eng mit ihrem Bandkollegen Thomas Stolle verknüpft, den sie längst auch privat an ihrer Seite hat.

Bekannt wurde Stefanie Kloß nicht nur durch Silbermond-Hits wie „Das Beste“, sondern auch durch ihre Auftritte als Coach bei The Voice of Germany. Wer sich also für die Sängerin von Silbermond interessiert, bekommt hier ihre wichtigsten Stationen: Herkunft, größte Erfolge, TV-Engagements und ihr Privatleben mit Partner und mittlerweile zwei Kindern.

Von Bautzen zur Bandgründung: der Werdegang von Stefanie Kloß

Stefanie Kloß kam am 31. Oktober 1984 in Bautzen zur Welt und wuchs mit ihrer älteren Schwester bei ihrer alleinerziehenden Mutter, einer Laborantin, im nahen Caminau in der Oberlausitz auf. Ihre ersten musikalischen Erfahrungen sammelte sie nicht in einer klassischen Band, sondern in einem christlichen Jugendchorprojekt namens „Ten Sing“. Dort lernte sie 1998 über eine Freundin drei junge Musiker kennen, die ihr Leben prägen sollten: Johannes Stolle am Bass, Thomas Stolle an Klavier und Gitarre sowie Andreas Nowak am Schlagzeug.

Aus dieser Bekanntschaft entstand zunächst die Coverband „Exakt“, ab dem Jahr 2000 traten die vier dann unter dem Namen „JAST“ auf — ein Kürzel aus den Anfangsbuchstaben Johannes, Andreas, Stefanie und Thomas. 2002 folgte die Umbenennung in Silbermond, unter dem die Band bis heute bekannt ist. Bereits ein Jahr später, 2003, unterschrieb die Gruppe einen Plattenvertrag bei BMG — im selben Jahr, in dem Stefanie Kloß am Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Bautzen ihr Abitur ablegte.

Der Schritt in die Musikbranche bedeutete für die vier auch einen Umzug nach Berlin. Weil der Vermieter der eigentlich für die drei Instrumentalisten vorgesehenen Wohngemeinschaft kurzfristig absprang, lebten alle vier Bandmitglieder mehrere Monate lang gemeinsam in einer gerade einmal 30 Quadratmeter großen Einzimmerwohnung — ein bescheidener Auftakt zu einer der erfolgreichsten deutschen Pop-Rock-Bands.

Die größten Hits von Silbermond und ihre Geschichte

Verschwende deine Zeit — das Debütalbum (2004)

Mit dem 2004 erschienenen Debütalbum „Verschwende deine Zeit“ gelang Silbermond der Durchbruch. Innerhalb kurzer Zeit stieg die Band damit zu einer der kommerziell erfolgreichsten deutschen Bands ihrer Generation auf und legte den Grundstein für alles, was folgte.

Symphonie — von Sarah Brightman gecovert

Als dritte Single des Debütalbums ausgekoppelt, erreichte „Symphonie“ Top-5-Platzierungen in Deutschland und Österreich. Besonders bemerkenswert: Die Sopranistin Sarah Brightman hörte bei einer Preisverleihung eine Orchesterversion des Songs und war so angetan, dass sie ihn auf Englisch als „Symphony“ coverte. Die Version wurde zum Titelsong ihres damals international erfolgreichsten Albums — ein seltener Fall, in dem ein deutschsprachiger Song derart große internationale Wellen schlug.

Das Beste — der persönlichste Song

„Das Beste“ ist bis heute die erfolgreichste Single von Silbermond und wurde zweifach mit Platin ausgezeichnet. Für Stefanie Kloß ist der Song besonders persönlich: Laut eigenem Pressetext ist er mit ihrem Vater verbunden, der drei Jahre vor Veröffentlichung an Krebs starb. Sie war damals 18 Jahre alt und stand kurz vor ihrem Abitur. Das Thema Verlust und Vater griff sie in ihrer Musik später erneut auf, unter anderem in „In meiner Erinnerung“ und „Hand aufs Herz“.

We Are One — Solo-Duett

2011 veröffentlichte Stefanie Kloß mit Tom Lüneburger das Duett „We Are One“, das Platz 82 der deutschen Singlecharts erreichte und dort eine Woche verweilte — ein kleinerer, aber bemerkenswerter Ausflug abseits von Silbermond.

Fernsehen, Synchronrolle und Engagement neben Silbermond

The Voice of Germany und The Voice Kids

Als Coach war Stefanie Kloß in den Staffeln 4 und 5 von The Voice of Germany zu sehen, kehrte 2020 im Duo-Coachteam mit Yvonne Catterfeld zurück und war auch 2022 wieder dabei. Bei The Voice Kids saß sie 2019, 2021 und 2025 auf dem Coach-Stuhl und prägte damit über Jahre das Gesicht der Castingshow-Landschaft mit.

Sing meinen Song — Das Tauschkonzert

Zweimal nahm Kloß am Tauschkonzert „Sing meinen Song“ teil: 2017 in Staffel 4 und 2023 in Staffel 10. 2017 interpretierte sie gemeinsam mit Moses Pelham den Song „Meine Heimat“, ein Cover von Lena Meyer-Landruts „Home“, der Platz 49 der deutschen und Platz 59 der Schweizer Singlecharts erreichte. Ihre Version von „An Angel“, im Original von The Kelly Family, kam in der Schweiz auf Platz 89.

Ash aus „Sing“ — die Synchronrolle

2016 lieh Stefanie Kloß im Animationsfilm „Sing“ und 2021 in der Fortsetzung „Sing 2″ dem punkrocksingenden Stachelschwein-Mädchen Ash ihre Stimme. Sie sieht dabei durchaus Parallelen zu sich selbst, etwa beim Thema Gleichberechtigung und dem Mut, eigene Träume zu verfolgen.

Bundesversammlung 2017

Im Februar 2017 war Kloß als Wahlfrau der SPD Sachsen Mitglied der 16. Bundesversammlung, die Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten wählte. Sie stand dabei in prominenter Gesellschaft, unter anderem mit Peter Maffay und Roland Kaiser.

Privatleben: Partner und Kinder

Seit 2010 ist Stefanie Kloß mit ihrem Bandkollegen und Gitarristen Thomas Stolle liiert — die beiden lernten sich schon Jahre zuvor im Jugendchorprojekt kennen, aus dem später Silbermond hervorging. 2018 kam ihr erstes Kind zur Welt; die Band kehrte rund 14 Monate nach der Geburt wieder gemeinsam auf die Bühne zurück.

Im April 2026 machte Kloß öffentlich, dass sie zum zweiten Mal schwanger war. Passend dazu gönnte sich Silbermond zur Jahreswende 2025/2026 eine Auszeit. Im Mai 2026 kam schließlich ihr zweites Kind, ein Sohn, zur Welt — die Ankündigung erfolgte am 19. Mai 2026 über Instagram mit den Worten „Bauch leer, Kinderzimmer voll“. Der Junge ist damit der jüngere Bruder einer bereits geborenen Nichte.

Ihre Wohnorte teilen sich bis heute zwischen ihrer Heimat Bautzen und Berlin auf — ein Pendeln, das die enge Verbindung zu ihren ostsächsischen Wurzeln widerspiegelt.

Heimat Bautzen und gesellschaftliches Engagement

Auch wenn Silbermond seit Jahren in Berlin lebt, hält Stefanie Kloß engen Bezug zu ihrer Heimat Bautzen. Sie nimmt an Gesprächsrunden in Jugendhäusern teil und zeigt sich bei Veranstaltungen für ein demokratisches Miteinander, mit klarer Positionierung gegen Rechtsextremismus. Songs wie „Mein Osten“ und „B96″ greifen die Ambivalenz vieler Ostdeutscher gegenüber ihrer Heimat auf und tragen damit ein Stück ihrer eigenen Biografie in die Musik.

Das Wesentliche 🏅

  • 2021 wurde sie mit dem Eugen-Bolz-Preis für ihr Engagement für demokratische Grundwerte ausgezeichnet.
  • 2007 sang sie „Sing dein Leben“ für die Kampagne „Mädchen checken das“ der Deutschen Krebshilfe, gemeinsam mit Marta Jandová, Suzie Kerstgens, Elke Brauweiler und Valentine.
  • Im selben Jahr las sie für die Initiative „Laut gegen Nazis“ aus den Erinnerungen der Holocaust-Überlebenden Lucille Eichengreen.

Dieses Engagement zeigt, dass die Sängerin von Silbermond ihre Reichweite immer wieder für gesellschaftliche Themen genutzt hat — weit über die Musik hinaus.

Von der Chorprobe in der Oberlausitz bis zum Coach-Stuhl bei The Voice of Germany: Stefanie Kloß hat sich als Sängerin von Silbermond einen festen Platz in der deutschen Musiklandschaft erarbeitet. Wer mehr über die Band und ihre Songs erfahren möchte, findet in ihrer Diskografie und ihren TV-Auftritten reichlich Anknüpfungspunkte.

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